SANKT FLORIAN
Schutzpatron der Feuerwehr
Feuerwehrleute kennen den Heiligen Florian als
ihren Schutzpatron. Sein Bekanntheitsgrad wird durch einen Blick in jeden
Katalog irgend eines Feuerwehr-Versandhandels offenkundig. Das sogenannte
Floriansprinzip ist sprichwörtlich, eine ursprünglich scherzhaft gemeinte,
sinnwidrige Umkehrung der alten Anrufung des Heiligen:"Heiliger St. Florian, beschütz mein Haus, zünd
andere an." Weniger bekannt hingegen ist, wie der Florian zum Heiligen
der Feuerwehr und Schutzpatron gegen das Feuer wurde.
So alt wie die Menschheit ist ihr Trachten, sich
bei Nöten des Leibes und der Seele eines Schutzes oder der Hilfe überirdischer
Mächte zu versichern. So wird der "Heilige St. Florian" seit
dem 15. Jahrhundert gewöhnlich mit einem kleinen Kübel oder Eimer dargestellt,
aus dem er Wasser ins Feuer gießt. Seit dieser Zeit ist auch belegt, daß er in
Feuersnöten um Hilfe angerufen wurde. In der Legende des Heiligen gibt es keinen
Bezug zum Feuer. Sie berichtet, daß Florian nach Verurteilung des Wassertodes
gestorben ist.
Das Volk wußte von ihm noch anderes zu
berichten. Von Mund zu Mund wurden wundersame Taten des Knaben Florian
verbreitet. So entstand zusätzlich die Sage, der Heilige hätte schon als Kind
ein Haus vor Feuer gerettet. Sie wurde durch den Bericht verstärkt, ein Köhler,
der in einen brennenden Meiler gefallen wäre, hätte zum Heiligen St. Florian
gebetet und sei gerettet worden. So bekam der zur Zeit der Christenhasser
Diokletian und Maximian ertränkte Florian gegen Ende des Mittelalters die
Attribute Feuer, Haus, Wasserkübel oder Krug.
Der Heilige St. Florian wird deshalb oft als
Krieger mit Schwert und Fahne, Wasserkübel in der Hand, brennendes Haus
löschend, Stein um den Hals dargestellt.
Am Gedenktag des Florians (5. Mai) wird
besonders in Niederösterreich dieser Tag feierlich begangen. Ansonsten ist das
Hauptverbreitungsgebiet des Heiligen in den südlichen Regionen zu finden. Erst
als Symbolfigur der Feuerwehr wurde der Florian auch in Norddeutschland
bekannt.